Portal für Alteingesessene und Reingeschmeckte

Kleines Schwäbisches Wörterbuch: O-Z


Schwäbisches Wörterbuch: O

obacha ungewöhnlich, ausserordentlich
(von: ungebacken „Descht obacha schwer!“ ⇔ „Das ist ausserordentlich schwer!“)

o'gfirmed ungestüm, übermütig
(von: ohne Firmung; Ofirm Unfug, Blödsinn)

Ohrafizeler Insekten der Gattung Ohrwürmer

Oicha Eichen, steht auch für den gleichnamigen Weiler bei Ochsenhausen.

oimeds irgendwo
(„Hosch du oimeds mei Brilla flagga seah?“ ⇔ „Hast du irgendwo meine Brille herumliegen sehen?“)

oinaweag trotzdem

Oisa Furunkel

oleidig quengelig

omanand herum
(„Flaggad mei Brilla irgendwo doba omanandr?“ ⇔ „Liegt meine Brille irgendwo oben herum?“)

Schwäbisches Wörterbuch: P

päb knapp
(„Des war päb!“ ⇔ „Das war knapp!“)

Pedrleng Petersilie (Peterling)

Pfigott "Führe Dich Gott"
Abschiedsgruß

Pflodscha Klacks, Klecks
(„Du hoschd en Pflodscha Moschdrich uff em Erml.“ ⇔ „Du hast einen Klecks Senf auf dem Ärmel.“)

Schwäbisches Wörterbuch: R

ra herunter

Randich, Rota Riab Rote Beete, Rote Rübe

ranga regnen
(Reaga“ ⇔ „Regen“
rangala“ ⇔ „nieseln“
Dussa rangeleds.“ ⇔ „Draußen nieselt es.“
)

Ranka Kurve, Wegbiegung

Ranza Leibesrumpf, Torso

räs stark schmeckend, deftig
(Redensart: „Descht en zapfaräsr Käs!“ ⇔ „Das ist ein vollreifer [überreifer, stark schmeckender] Käse!“)

reat richtig, recht
(„Descht it reat!“ ⇔ „Das ist nicht richtig!“ aber auch: „Descht koin Reater!“ ⇔ „Das ist kein Richtiger!“ Richtiger hat hier die Bedeutung von „In Ordnung sein“, eine zwielichtige Gestalt ist kein „Reater!“)

Rehleng Pfifferling(e)

Reis Reisig, je nach Zusammenhang auch Reis.

Reisdeaga Eine Art Hippe oder Haumesser ("Reisdegen") mit gerader Klinge und kurzem Holzgriff. Oft mit einem relativ weit vorstehenden und nach hinten gebogenen Sporn vorne am Messerrücken. Wird zum Hacken von Reisig und für Waldarbeiten gebraucht. Also eine Art "Machete" mit einem nur ca. 25-30 cm langem, 7-10 cm breiten aber starkem Blatt. Die vereinzelt sich heute noch in Gebrauch befindlichen Werkzeuge sind meist handgeschmiedete Überbleibsel aus früherer Zeit.

Reisdoil Reisteil
Das verbliebene Restholz aus Ästen und Büschen auf einer nach einem Holzeinschlag gerodeten Waldfläche wurde früher zum Abräumen versteigert bzw. verkauft. Da sich heute kaum noch jemand diese mühselige und tagelange Arbeit macht, sind solche Flächen, unter der Bedingung, alles ausgeräumt zu hinterlassen, heute kostenlos zu haben.

Rengschnoid Ringschnait, ein Dorf westlich von Ochsenhausen.

Riabadibbl Schimpfwort
(Rübendippel, etwa: Rübenkopf, Rübengesicht)

Riebl oder Riabale Brotanschnitt
(wird manchmal auch bei Leberkäse verwendet)

Roi Rain, Halde, geneigte Hügelfläche, Abhang
(„Do vona reachds, no gohts da Roi na.“ ⇔ „Da vorne rechts, dann geht es den Hang hinunter.“)

Rotzbutza Nasenpopel
oft auch: "Nesabolla"

Ruaf Rufe, Wundkruste, Wundschorf, verheilende Wunde

Schwäbisches Wörterbuch: S

sa sagen
(langes „a“: „Sa amol!“ ⇔ „Sag [ein-]mal!“)
er/se/s sait“ ⇔ „er/sie/es sagt“
er/se/s hot gsait“ ⇔ „er/sie/es hat gesagt“

Säaga Säge

Säeges Sense

salle, sallig diese, selbige, dieselbe
(sehr kurzes 'a'; „Salle do!“ ⇔ „Diese da!“)
De sall (de sallig)“ ⇔ „dieselbe, die da (Fem.)“
Dr sall (dr sallige)“ ⇔ „derselbe, der da (Mask.)“

saua rennen

schallu verwirrt
Verm. franz. Ursprungs. “Du machschd me ganz schallu!“ ⇔ „Du machst mich verwirrt!“

schättra scheppern, klappern

Schbleis, Schbleisa Holzsplitter (im Fleisch/in der Haut)

Schdädle Kleinstadt, Städtchen

schdriala sich herum treiben, umherstreichen
wird auf Kinder angewandt: “Wo send er heit (z) Mitta omanandr gschtiraled?“ ⇔ „Wo habt ihr euch heute (Mittag) Nachmittag herum getrieben?“

Schdriedzr Koseform für: Knabe, Bube

Schättrgoiß vorlautes Mädchen, Klappergeiß
(wird ausschließlich als Kosewort verwendet)

Scheißmatteis Sei's drum!
Erwiderung auf einen eigentlich sinnvollen Einwand. Inkaufnahme eines negativen Aspektes.

schlättrig rutschig
Obacht, do dana isch schlättrig!“- „Achtung, dort (hier) ist es rutschig!“

Schlattohra abstehende Ohren, Segelohren, Otapostasis
Die Warnung: „Du griasch vo mir glei a baar an deine Schlattohra na!“ ist manchmal durchaus ernst gemeint, auch wenn der Betreffende keine abstehenden Ohren hat.

schlattra wackeln
Do kasch bloß no mit de Ohra schlattra!“- „Da kannst du nur noch mit den Ohren wackeln!“

schloifa ziehen, schleppen
Je nach Zusammenhang auch "tragen, bringen", bspw. wenn jemand etwas Falsches bringt: „Wa schloifscht etz du do drher?“- „Was bringst jetzt du daher?“

schlotza schlecken, lutschen
(demzufolge ist ein „Schlotzer“ ein „Lutscher“ oder „Lolli“. Den Begriff „Viertelesschlotzer“ oder die Redensart „a Viertele schlotza“, die im Unterland verwendet werden, gab es zumindest früher im schwäbischen Oberland nicht.)

schpiggla spicken

schmecka schmecken, wird auch im Sinne von „riechen“ verwendet, im Schwäbischen gibt es kein anderes Wort für „Geruch“ oder „riechen“
(„Wia schmeckts n' do henna“- „Wie riecht es denn hier [drin]?“)

Schmotz (Gebrauchs-)Fett
(Bspw.: Wagenschmiere)

schmotzig fettig
(Bspw.: Schmotzigr Donschtig - man beschmierte früher am Fastnachts-Donnerstag andere Leute mit Wagenfett. Wird häufig falsch mit „schmutzig“ übersetzt. Im Schwäbischen ist „Dregg“ das Wort für „Schmutz“. Bsp.: „Des Lagr mosch amole wiedr schmotza!“ ⇔ „Dieses Lager musst du mal wieder schmieren/einfetten!“)
dementsprechend auch: „Du griasch glei oina gschmotzt!“- „Du kriegst gleich eine geschmiert!“

Schnudra, Zwieblrehrla (Zwiebelröhrchen) eine Art Frühlingszwiebeln, Schluppen
(sehr wichtige Zutat der Füllung für Mauldäscha [Maultaschen]. Die teuren Schnudra werden heute bei industriell oder von Metzgern hergestellten Maultaschen durch Spinat ersetzt, was der Füllung zwar eine ähnlich grünliche Farbe verleiht, leider aber kann auch die Zugabe von gehackten Zwiebeln den typischen Geschmack der Schnudra nicht ersetzen. Bei den Bäckern in Ochsenhausen gab es früher allerdings auch sehr leckere, mit Marmelade gefüllte Maultaschen.)

Schobba Schoppen
(Wird nicht nur in der gleichen Bedeutung wie im Deutschen benutzt, auch die Milchflaschen für Babies heißen so. „Omma Viere rom momma m Butzrle da nägschda Schobba gea.“- „Um Vier Uhr herum müssen wir dem Baby das nächste Fläschchen geben.“)

Schopf Schuppen, unbewohntes Nebengebäude
(Bsp. für eine ärgerliche Antwort: „Wo dr Beigl isch? No mach hald deine Glotzbebbl auf, der loined dett an dr Schopfdier!“ ⇔ „Wo das Beil ist? Dann mach halt deine Glotzkugeln [Augen] auf, das lehnt dort an der Schuppentüre!“)

schpotza spucken

schtanda stehen
(„Schtanda bleiba!“ ⇔ „Stehen bleiben!“)

schtau stehen
(„Bleib schtau!“ ⇔ „Bleib stehen!“)

Schtieble Ein "Stübchen" ist ein kleines Haus das zu einem Bauerngehöft gehört. Ein solches Gebäude ist oft auch nur bei den Einödhöfen zu finden. Es war früher dazu gedacht, nach der Hofübergabe an den Jungbauern als Wohnung für den Altbauern und die Altbäuerin zu dienen. Schtiebla (pl.) wurden in den letzten Jahrzehnten meist zu Ferienwohnungen umgebaut oder vermietet.

schtragga liegen
Herleitung von "gestreckt, strecken, ausgestreckt" („Do isch vorig g'schtragget!“ ⇔ [wörtlich] „Dort ist es vorher gelegen!“)

schträhla kämmen
(Strähl ⇔ Kamm; heute nur noch scherzhaft verwendet)

Schtiag Treppe
([Pl.: Schtiaga] „Geschts Obed be e no Schtiaga na gfloga.“ ⇔ „Gestern Abend fiel ich noch die Treppen runter.“)

Schtoig Steige, steile Straße an einem Hang oder Berg

schtriagla kämmen, glatt streichen

Schtuaged Stuttgart

Schtuba Stube
Fast immer ist damit aber das Wohnzimmer gemeint.

schugga schieben, stoßen

schuggla wackeln

Schuir oder Scheir Scheune

Schupfnudla Oberschwäbische Schupfnudeln werden ohne Kartoffeln nur aus Mehlteig hergestellt. Sie werden traditionell mit „Boirisch Kraut“, also frisch gekochtem und mit genügend Kümmel gewürztem Weißkraut [ohne Speck] gemischt, sowie am Schluß mit reichlich geschmälzen Zwiebeln übergossen. Mancherorts, und in neuerer Zeit auch in Ochsenhausen, verwendet man auch Sauerkraut anstelle von Weißkraut, da dieses einfacher zu kochen ist.
(Oberschwäbische Schupfnudeln werden also anders hergestellt als die alemannisch-badische Variante, die aus Kartoffel-Mehl-Teig gerollt sind. Dieses Gericht war vor dem Weltkrieg nur in Südbaden und Oberschwaben bekannt.)

Seggl oder Seckl Je nach Variante derbes bis halbfreundliches Schimpfwort für eine männliche Person
(wörtlich: „Penis“); Varianten bspw.:
derb ⇔ Schofseggl [Schafspenis]
freundlich ⇔ Seggalesbeck (eigentl. Penisbäcker ⇔ Seelenbäcker, „Seele“ ist eine schmale und langgestreckte oberschwäbisch/allgäuerische Brotvariante)

Seiher Sieb
(„Nudla abseiha“)

Siach meist abwertend, für „hinterhältiger Kerl“, Lump
(Pl. Siacha; von: Siecher ⇔ Kranker, im Sinne von Abnormal; kann aber auch bewundernd gemeint sein.)

soicha pinkeln
(auch: „So en Soich!“ ⇔ „So eine Pisse!“)

sottigs, sottigr, sottige solches, solcher, solche

suscht sonst

Schwäbisches Wörterbuch: U

uff auf

Schwäbisches Wörterbuch: V

vonna vorne
(ohne „r“; „Gang noch vonna!“ ⇔ „Geh nach vorne!“, aber mit „r“ ohne „n“ bspw: „Gang verre!“ ⇔ „Geh nach vorne!“; „Gang noch verre!“ ist aber falsch, verre auch in der Bedeutung von „hervor“: „Komm verre!“ ⇔ „Komm hervor!“)

vonnazuah nebenher
([von: vorne zu] „I ka it ällaweil ans Telefo schprenga, i moss vonnazuah au no ebbes kocha!“ ⇔ „Ich kann nicht dauernd ans Telefon rennen, ich muss nebenher auch noch etwas kochen!“)

Auswahl schwäbischer Vornamen
Bene oder Bigge Benedikt
Mei Maria
Sepp Josef
Schorsch Georg
Vere Xaver
Wiese Alois
Done Anton

vrbodzga verbocken, vergeigen, falsch machen
(„Des hosch bes vrbodzget, du Sempl!“ ⇔ „Das hast du böse vergeigt, du Simpel!“)

vrbudza verputzen, nicht leiden, nicht ausstehen
(„Den Deppa ka e it vrbudza!“ ⇔ „Diesen Deppen kann ich nicht ausstehen!“)

vrdeffla verprüglen, verhauen
(„Dia ham me vrdeffled!“ ⇔ „Die haben mich verhauen!“)

vrdlaufa fliehen, verschwinden, abhauen
(„Dem wiaschda Siacha isch sogar s Weib vrdloffa.“ ⇔ „Dem wüsten Kerl ist sogar die Frau abgehauen.“
Nachrede über einen unerträglichen Arbeitgeber: „Bei dam vrdlaufed älle bald wiedr.“ ⇔ „Bei dem verschwinden alle bald wieder.“)

vrdra, vrdraid vertragen, verträgt
(„Der vrtaid des it“ ⇔ „Der verträgt das nicht.“
I vrdra des scho.“ ⇔ „Ich vertrage das schon.“)

vrgläbra verrühren, verquirlen
(„Oir vrgläbra“ ⇔ „Eier verquirlen“)

vrgradla vermögen [körperlich]
([von: gerade, aufrecht] „I haus da Buckl nauf fascht nemme vrgradlet!“ ⇔ „Den Hang hinauf habe ich es fast nicht mehr vermocht!“)

vrglauba auslesen, sortieren
(meist bei etwas größeren Gegenständen; „Grombiera vrglauba.“ ⇔ „Kartoffeln sortieren.“)

vrgugga ver­schau­en
Verwendung wie in Standarddeutsch, sich verlieben, sich versehen.

vrkomma begegnen
(hat die gleiche Bedeutung wie im Hochdeutschen "verkommen"; wird aber auch sehr oft als "begegnen" verwendet: „Dr sall isch mr dett vrkomma.“ ⇔ „Der (selbe) ist mir dort begegnet.“)

vrleasa auslesen, sortieren
(meist bei kleineren Gegenständen; „Lensa vrleasa.“ ⇔ „Linsen auslesen.“)

vrlickra verschmecken, auf den Geschmack kommen
(oft auch allgemein: etwas herausfinden, auf den Dreh kommen)

vrschlättra überschwappen, verschütten
(Warnung beim Tragen eines Wassereimers: „Obacht, s schlättred ibr!“ ⇔ „Achtung, es schwappt über!“)

vrseggla beschimpfen, zusammenstauchen, zur Minna machen
(von Seggl ⇔ Seckel; „I lam me doch vo dem it v'rseggla!“ ⇔ „Ich lasse mich von dem doch nicht zur Minna machen!“)

vrschlupfa verstecken
(„Dr Boale hot sich veschlupft.“ ⇔ „Der Kater hat sich versteckt.“)

vrzwiebla verzwiebeln, physisch quälen
(Ijo, hot me dr Doktr heit vrzwiebled!“ ⇔ „Mann o Mann, hat mich der Doktor heute gequält!“)

Schwäbisches Wörterbuch: W

Wabsa, Wabs Wespen, Wespe

Waggastoi Feldstein, sehr großer Kieselstein

Waidag Halunke, gerissener Lump

wargala wälzen, rollen
(„Dia dädet sich jo uff em Boda wargala vor laudr Lacha!“ ⇔ „Die würden [täten] sich ja auf dem Boden wälzen vor lauter Lachen!“)

Wasa Grassode
Ausgestochenes Stück eines Rasens oder auch einer Wiese. Meistens wird das gemacht, um Vergrabenes oder Eingegrabenes (bsw. eine Leitung) innerhalb von kurzer Zeit wieder mit einer belastbaren Grasdecke zu versehen.

Wassrwegga Knauzen
(Wasserwecken, Knauzen ist eine regionale, etwas größere Brötchensorte aus Dinkelmehl)

Waigata Die Stadt Weingarten bei Ravensburg

Weanenga Der Weiler Wennedach nordwestlich von Ochsenhausen.

wellaweag trotzdem

Wochadäg Wochentage

Meetig Montag
Aftrmeetig Dienstag
(nur noch selten benutzt, Bedeut.: Aftermontag - Tag nach Montag)
Zeistig Dienstag
(Bedeut.: Zius-Tag - [germ. Gottheit])
Miggda Mittwoch (Mittentag)
Donschtig oder Doschtig Donnerstag
Freitig Freitag
Samstig Samstag
Sonntig Sonntag

wiaschd wüst, auch: hässlich
(„A so a wiaschds Foto!“ ⇔ „So ein hässliches Foto!“)

Wolfshond Schäferhund oder ähnlich aussehender großer Mischling
Diese verallgemeinernde Rassebezeichnung wurde noch bis weit in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts sehr häufig benutzt, wird heute aber nur noch selten verwendet (in früheren Zeiten legten die meisten bäuerlichen Halter auf die Rassereinheit ihrer Hunde wenig Wert).

wollen (unregelmäßiges Verb) Schwäbische Varianten

i will ich will
du witt du willst
du hosch wella du wolltest
mir wellet wir wollen
des hett i au gera wella das hätte ich auch gerne gewollt
des wett i au gera das möchte ich auch gerne

Wolba Der kleine Weiler Goldbach mit dem ehemaligen Klosterspital, damals noch etwas außerhalb nördlich von Ochsenhausen gelegen, wurde aus unerfindlichen Gründen früher so genannt. Die schwäbische Bezeichnung "Golba" wäre zwar näherliegend, dennoch wurde der Ort noch in den 60er Jahren des 20. Jhds. in der lokalen Bevölkerung "Wolba" genannt. Der Autor hat sich bei älteren Leuten nochmals dessen vergewissert.

Wondrfitz Neugier
(„Bisch so wondrfitzig?“ ⇔ „Bist Du so neugierig?“)

Wondrwegges Wunder was
(Redensart: „I hau dengt, Wondrwegges wa do kommt...“ ⇔ „Ich dachte, Wunder was da kommt...“; seit den sechziger Jahren immer seltener zu hören)

wudescht würdest du
(„No wudescht v'rschossa!“ ⇔ wörtlich: „Dann würdest du erschossen!“)

Wullener Wild aussehende männliche Person, der Ausdruck wird teilweise aber auch zur Charakterisierung eines Menschen benutzt.

Wuza Die Stadt Bad Wurzach, südlich von Ochsenhausen

Wuzla sing.: Wuzl Wurzeln

Schwäbisches Wörterbuch: Z

Zahla Zahlen

A Gotzigs Ein Einziges (von: "Gott")
Ois Eins
Zwoi Zwei
Drui Drei
(Drui wird nur bei der Uhrzeit verwendet: „Viertl Drui znacht“ ⇔ „Viertel Drei nachts“, also 2:15 Uhr morgens)
Drei Drei
Feiv Fünf
Sex Sechs
Semna Sieben
Acht Acht
(aber: „S' isch Ächta“ „Es ist Acht Uhr“)
Nei Neun
Zea Zehn
Olf Elf
...
Fuchzea Fünfzehn
Sachzea Sechzehn
...
Fuchzg Fünfzig
Sachzg Sechzig

zerfla streiten
(wird meist nur spöttisch als Kommentar zu Streitereien um Nichtigkeiten verwendet. Bsp.: „Wa zerflascht etz do dana mit mir omanandr?“ ⇔ „Was [weshalb] streitest du jetzt hier mit mir herum?“)

Zickrla Bonbons (Sing.: Zickerle)

zmol, zmols plötzlich, (oder) auf einmal


Peter Engelhardt