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Photographien

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Lokomobile mit Dreschmaschine


Lokomobile vor einer Scheine mit angeschlossener Dreschmaschine und Arbeitern, um 1925

Dieses interessante Foto zeigt die Lokomobile eines unbekannten Herstellers, die über ein Schwungrad und einen langen Riementrieb eine in der Scheuer stehende hölzerne Dreschmaschine betrieb. Vorne an der Dampfmaschine ist eine runde Klappe mit der Aufschrift "Türe zu" erkennbar. Hierbei handelt es sich um die Rauchkammertür zum Reinigen der Rauchrohre und Entfernen der Asche. Die Klappe musste hermetisch geschlossen sein, da sonst der Druck im Kessel zusammen brach. Befeuert wurde diese Maschine sicherlich auf der abgewandten Seite, da bei einer hinteren Feuertür wohl die Brandgefahr zu groß gewesen wäre.
Ganz links ist die Handwasserpumpe des Bauernhofs noch im Bild.

Offensichtlich ist das Foto nach einem harten Arbeitstag entstanden, man sieht den Dreschern die Erschöpfung an. Nur der Maschinist hat einen Maßkrug neben sich stehen. Das war typisch für die Sparsamkeit vieler oberschwäbischer Bauern, die Knechte und Mägde bekamen oft allenfalls mit reichlich Wasser vermischten Most als Getränk.

Digitalisierung: Peter Engelhardt

Creative Commons Lizenzvertrag
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Hintergrund

Solche schweren und extrem teuren Maschinen gehörten damals weder den einzelnen Kleinbauern noch gab es bereits die heutigen Maschinenringe (diese entstanden erst ab den späten 1960er-Jahren als genossenschaftliche Selbsthilfeorganisationen für die moderne Schlepper- und Großtechnik).
Stattdessen gab es im Wesentlichen zwei Modelle:
Gewerbliche Lohnunternehmer (häufigster Fall):
Es gab spezialisierte mobile Lohnunternehmer oder reisende Maschinisten, die sich eine solche Dampflokomobile und die dazugehörige Dreschmaschine anschafften. Sie reisten im Herbst und Winter von Dorf zu Dorf, von Hof zu Hof, und boten das Dreschen als Dienstleistung gegen Bezahlung an. Sie brachten oft auch einen Teil ihrer eigenen Mannschaft (wie den Heizer) mit, während die Bauern des Hofes die restlichen Arbeitskräfte (zum Beschicken und Schleppen) stellen mussten.
Genossenschaftliche Anschaffungen / Maschinengenossenschaften:
In manchen Regionen schlossen sich auch mehrere Höfe oder eine ganze Gemeinde zusammen, um gemeinsam als Genossenschaft eine solche Großinvestition zu stemmen. Die Maschine lief dann nach einem genauen Verteilungsplan im Ort reihum.
Direkte Vorläufer der heutigen Maschinenringe waren diese Lohnunternehmer oder Genossenschaften jedoch nicht direkt, da sie rein geschäftlich beziehungsweise auf den Betrieb einzelner Großgeräte ausgelegt waren. Der moderne Maschinenring basiert dagegen auf der genossenschaftlichen Vermietung überschüssiger Arbeitskraft und maschineller Eigenleistung unter benachbarten Landwirten.

Hintergrundinfo bereitgestellt von der KI Gemini

Fundzustand

Titel: Lokomobile mit Dreschmaschine
FORMAT: 140 x 89 mm
HERKUNFT: Oberschwaben, Württemberg oder bayerisches Schwaben
ZEITRAUM: 1915 - 1925
MATERIAL: Einlagiges Fotopapier
ZUSTAND: Altersentsprechend gut, ohne Beschriftung, unleserliche Nummer des zeitgenössischen Fotopapierherstellers verso.

Digitalisierung: Peter Engelhardt

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Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0

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