Das Ortszentrum Ochsenhausen breitete sich unter der rechten Kaninenseite des Zeppelins aus, der jetzt etwas nördlich über dem Kloster schwebte.
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Bei dieser Aufnahme erkennt man am deutlichsten, dass die Repro-Fotos nicht unter idealen Bedingungen angefertigt wurden. Auch waren den Fotografen in den 1920ern durch die geringe Lichtempfindlichkeit der damaligen Filme enge Grenzen gesetzt, besonders wenn man eine große Tiefenschärfe wünschte. Dennoch erkennt man deutlich die mäandrierende Rottum in ihrem Tal. Nördlich von Ochsenhausen schweift der Blick über Goldbach und Goppertshofen. Der größte Teil von Reinstetten ist wegen der geringen Flughöhe vom Hügel verdeckt, doch wer genau hinsieht, kann die Dorfkirche erkennen; sogar das Schloss und die Kirche von Hürbel sind verschwommen zu erahnen.
Faszinierend ist, dass der sich dicht an Goldbach vorbei nach Goppertshofen schlängelnde Mühlkanal, dem Gefälle der Hügelflanken folgend, in seiner ganzen Länge deutlich zu erkennen ist. Mit dem Zuschütten der Kanäle ging ein langes Kapitel Technikgeschichte zu Ende. Dies geschah letztlich mit der Stilllegung des Kanals, der noch Turbinen zur Elektrizitätserzeugung in der Grenzenmühle antrieb – von dem heute nur noch ein trauriges und nutzloses Rinnsal übrig blieb.
Repro-Fotografie "Zeppelin: Rottumtal mit Nordrand von Ochsenhausen um 1920" von Fritz Weckenmann.
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Copyright HinweiseNutzung nur für private Zwecke. Keine Veröffentlichung ohne Genehmigung des Copyright-Inhabers und des Digitalisierers. (Historische Reprofotos aus gerettetem Schuttmaterial um 1960).
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Zeppelin: Rottumtal mit Nordrand von Ochsenhausen um 1920
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