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Augsburg – Königliche Residenz

Die königliche Residenz in Augsburg um 1830 war der ehemalige Fürstbischöfliche Palast, auch bekannt als die Alte Regierung bzw. der Bischöfliche Hof. Nach dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam das schwäbische Augsburg zum Königreich Bayern, das in diesem Gebäude die königliche Regierung für den Oberdonaukreis unterbrachte und in "Königliche Residenz" umbenannte. Die Umbenennung diente dazu, den Herrschaftsanspruch des neu gegründeten Königreichs zu demonstrieren. Die schwäbischen Städte hatten sich teils heftig gegen die Übernahme durch die Bayern gesträubt, waren aber letztlich chancenlos geblieben.
Ob der Palast schon gegen Ende des 18. Jahrhunderts mit den auf dem Stich zu sehenden und damals bereits in Mode gekommenen Blitzableitern versehen wurde, ist nicht bekannt.
Die teilweise Lackierung mit natürlichen Harzen sollte dem Bild einen Eindruck von Tiefe geben, was dafür spricht, dass sie zur Betrachtung in sog. Guckkasten-Apparaten (Vue d’optique) mit einer Vergrößerungslinse vorgesehen war. Augsburg war mit Verlagen wie Martin Engelbrecht oder der Conradi-Familie bereits im 18. Jahrhundert ein berühmtes Zentrum für die Herstellung solcher Guckkastenbilder, die damals als eine Art „Fernweh-Medien“ für die Bevölkerung dienten.
Expertise erstellt unter Mithilfe von Gemini, KI-Assistent für visuelle und historische Analysen.
Fundzustand
KÜNSTLER: Unbekannter KünstlerTITEL: Augsburg – Königliche Residenz
DATIERUNG: 1820 - 1840
TECHNIK: Radierung mit Stichelementen, wohl von Hand koloriert, evt. Stencildruck (Schablonenkolorit), punktuell mit Schelllack, Gummi arabicum. o. ä. überzogen.
PLATTE: ~ 154 x 108 mm
SCAN: 2113 x 1537 px
BLATTMASS: 159 x 112 mm
KARTON: 190 x 136 mm
EPIGRAPHIK: Großbuchstaben-Serifen
oben: Augsburg
unten: Die Königl. Residenz.
ZUSTAND: Dem Alter entsprechend authentisch. Alte Montierung auf Karton. Die Radierung wirkt klar, die Papierqualität ist typisch für die Zeit um 1820 bis 1840. Der aufgetragene Lack, u.a. auf den Figuren, ist altersbedingt vergilbt.

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