Digitalisierte Postkarten: 1914 - 1918
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Historische Feldpostkarte aus Landorf in Lothringen (1917)
Ansichtskarte von Landorf (franz.: Landroff) in Lothringen, postalisch gelaufen nach Neu Ulm im Juni 1917. Zu sehen ist das Dorfbild mit Kirche und Militärpersonal Der Absender erwähnt das Ulmer Tagblatt und dass er seit seit dem 5. Juni keine Zeitung mehr erhalten hat.
Standort des Fotografen: 48.966952176744456, 6.611801154108443
Postkarte
TITEL: Historische Feldpostkarte aus Landorf in Lothringen (1917)FOTOGRAF: Ernst Zednik, Mörchingen, Lothringen
ORT: Deutsches Reich, Lothringen
DATIERUNG: 20.Juni 1917
TECHNIK: Fotorasterdruck auf Postkartenpapier
ZUSTAND:
Gebräuntes Papier, mangelhafter Zustand mit starken Flecken, gelaufen
Historischer Hintergrund
Der Ort Landorf in Lothringen (heute Landroff in Frankreich) war 1917 kein heftig umkämpfter Frontabschnitt mehr, sondern lag im durch den Ersten Weltkrieg annektierten Reichsland Elsaß-Lothringen weit hinter der damaligen Hauptkampflinie.
Die vielen Soldaten auf der Karte lassen sich durch zwei Dinge erklären:br>Der Stempel verrät den wahren Grund: Auf der Rückseite ist der Stempel der Rekruten-Depot-Kompagnie des Infanterie-Regiments Nr. 414 zu sehen. Es handelt sich hierbei also um eine Ausbildungs-, Durchgangs- und Garnisonsstation für Rekruten und Ersatzmannschaften. Lothringen und das Elsass waren voll von solchen Truppenübungsplätzen, Depots und Unterkünften, da das Reichsland als Aufmarsch- und Ausbildungsgebiet diente
Der Charakter der Postkarte: Der Verlag (Ernst Zecck, Mörchingen) hat solche Ortsansichten damals massiv als sogenannte Truppen- oder Garnisons-Ansichtskarten produziert und verkauft. Soldaten, die dort stationiert waren, in Ausbildung lagen oder auf dem Durchmarsch waren, kauften diese Karten, um Grüße in die Heimat (hier nach Neu-Ulm) zu schicken. Das Pferdefuhrwerk und die angetretenen Soldaten im Dorf gehören zum ganz normalen militärischen Alltag abseits des direkten Schützengrabens.
Zu Beginn des Krieges (im August 1914) hatte es in der direkten Nachbarschaft zwar schwere Gefechte gegeben (wie die Schlacht in Lothringen bei Mörchingen/Saarburg), aber 1917 war Landorf ein reiner Logistik-, Unterbringungs- und Ausbildungsort im Hinterland. Deswegen posieren die Soldaten dort so friedlich vor Kirche und Gasthof!
Historische Expertise: KI Gemini

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